Ein Mann, der ein Mikrofon in der Hand hält, spricht und gestikuliert, wobei er bei einer Veranstaltung in einem Saal nach vorne zeigt. Im Hintergrund steht eine Frau neben einem Schild mit der Aufschrift „JET“ und benutzt ihr Handy. Der Raum ist in blaues und violettes Licht getaucht.

Warum professionelle DJs keine privaten Begleitpersonen auf Hochzeiten mitbringen sollten

Professionalität endet nicht am Mischpult

Vor wenigen Tagen hatte ich ein Beratungsgespräch mit einem Brautpaar. Wie so oft haben wir uns nicht nur über ihre eigene Hochzeit unterhalten, sondern auch über Erfahrungen, die sie bereits auf anderen Veranstaltungen gesammelt haben.

Dabei erzählten sie mir eine Geschichte, die mich ehrlich gesagt nachdenklich gemacht hat.

Sie waren selbst Gäste auf einer Hochzeit. Nicht die Musik, nicht das Essen und auch nicht die Stimmung sind ihnen besonders in Erinnerung geblieben – sondern der DJ.

Der Grund?

Er hatte seine Frau und sein Kind zur Hochzeit mitgebracht.

Die beiden hielten sich den gesamten Abend im Bereich des DJ-Arbeitsplatzes auf, bewegten sich zwischen den Gästen, aßen und tranken auf Kosten des Brautpaares und blieben sogar bis zum Mitternachtssnack auf der Feier. Für viele Gäste war schnell erkennbar, dass sie keinerlei Aufgabe auf der Veranstaltung hatten.

Das Brautpaar sprach den DJ an diesem Abend zwar nicht darauf an. Dennoch blieb genau diese Situation als negative Erinnerung zurück.

Als ich diese Geschichte hörte, war mir sofort klar:

Darüber muss ich einen Blogbeitrag schreiben.

Ein DJ ist zum Arbeiten da – nicht privat unterwegs

Eine Hochzeit, Firmenfeier oder exklusive Privatveranstaltung ist kein Familienausflug.

Wer als DJ, Musiker oder Künstler gebucht wird, erhält das Vertrauen des Veranstalters, einen wichtigen Teil des Events professionell zu begleiten. Dieses Vertrauen bringt auch Verantwortung mit sich.

Private Begleitpersonen haben auf einer Veranstaltung grundsätzlich nichts verloren – jedenfalls dann nicht, wenn sie keine Aufgabe erfüllen und nicht ausdrücklich mit dem Veranstalter abgestimmt wurden.

Dabei geht es nicht darum, jemandem etwas zu verbieten.

Es geht um Professionalität.

Wann Begleitpersonen selbstverständlich dazugehören

Natürlich gibt es Situationen, in denen mehrere Personen zum Einsatz kommen.

Beispielsweise:

  • Techniker für Auf- und Abbau
  • Lichttechniker
  • Chauffeure
  • Social-Media- oder Content-Teams
  • Assistenten bei größeren Produktionen

Der entscheidende Unterschied:

Diese Personen übernehmen eine konkrete Aufgabe und ihre Anwesenheit ist bereits im Vorfeld mit dem Veranstalter abgestimmt.

Sie tragen aktiv zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Private Partner, Freunde oder Kinder tun das hingegen nicht.

Warum das problematisch ist

Viele denken vielleicht:

„Wo ist denn das Problem?“

Aus meiner Sicht gibt es mehrere Gründe.

Der Fokus verschiebt sich

Ein DJ sollte sich zu 100 % auf seine Arbeit konzentrieren.

Musikauswahl, Moderation, Technik, Stimmung im Saal und spontane Situationen verlangen volle Aufmerksamkeit.

Wer gleichzeitig noch eine Begleitperson dabeihat, wird zwangsläufig immer wieder abgelenkt.

Zusätzliche Kosten

Essen und Getränke werden vom Veranstalter kalkuliert.

Jede Person mehr verursacht Kosten.

Wenn unangekündigte Begleitpersonen mitessen oder Getränke konsumieren, geschieht das auf Kosten des Brautpaares oder des Veranstalters – oftmals ohne deren Wissen.

Es fällt auf

Viele Dienstleister glauben vielleicht, dass Gäste so etwas gar nicht bemerken.

Das Gegenteil ist der Fall.

Gerade auf Hochzeiten beobachten Gäste sehr genau, was rund um den DJ oder andere Dienstleister passiert.

Und leider bleiben genau solche Situationen oft länger in Erinnerung als viele gelungene Programmpunkte.

Auch wir haben daraus gelernt

Auch in unserem eigenen Team gab es vor vielen Jahren einen Vorfall.

Ein DJ brachte ohne Absprache seine Freundin zu einer Tagesveranstaltung mit.

Sie hielt sich über längere Zeit im unmittelbaren Arbeitsbereich auf und suchte immer wieder seine Nähe.

Unsere Mitarbeiter vor Ort griffen sofort ein und baten die Begleitperson, den Arbeitsplatz zu verlassen.

Nach der Veranstaltung haben wir die Zusammenarbeit mit diesem DJ beendet.

Nicht, weil wir jemandem das Privatleben vorschreiben möchten.

Sondern weil Professionalität für uns kein Werbeslogan ist, sondern Voraussetzung für jede Zusammenarbeit.

Seitdem ist dieses Thema bei uns eindeutig geregelt und auch vertraglich festgehalten.

Ein einfacher Vergleich

Wer im Büro arbeitet, bringt seinen Partner normalerweise ebenfalls nicht mit zur Arbeit.

Wer als Mechaniker in einer Werkstatt arbeitet, hat seine Familie auch nicht den ganzen Arbeitstag dabei.

Warum sollte das bei Hochzeiten oder Firmenevents anders sein?

Ein DJ befindet sich während einer Veranstaltung im Arbeitseinsatz – genauso wie jeder andere Berufstätige.

Wie wir das bei DJ Joseph Erin leben

Meine Frau käme niemals auf die Idee, mich auf eine Hochzeit oder Firmenfeier zu begleiten.

Sie sagt selbst immer:

„Was soll ich dort? Dir beim Arbeiten zuschauen? Währenddessen alleine an der Bar sitzen oder im Hotelzimmer warten? Nein danke – ich habe Besseres mit meiner Zeit anzufangen.“

Und genau so sehe ich das ebenfalls.

Während ich arbeite, lebt jeder seinen eigenen Alltag.

So, wie es in nahezu jedem anderen Beruf auch selbstverständlich ist.

Eine Person mit erhobenen Armen steht vor einer tanzenden Menschenmenge in einem schwach beleuchteten Raum mit bunten Lichtern, möglicherweise auf einer Party oder einer Veranstaltung. Die Szene strahlt eine lebhafte, energiegeladene Atmosphäre aus.

Unser Fazit

Professionelles Auftreten beginnt nicht erst mit der Musik.

Es beginnt bereits mit dem eigenen Verhalten.

Wer als DJ, Musiker oder Künstler gebucht wird, sollte sich ausschließlich auf seine Aufgabe konzentrieren und dem Veranstalter die Sicherheit geben, dass sein Event an erster Stelle steht.

Benötigt ein Dienstleister Unterstützung durch Techniker, Aufbauhelfer oder weiteres Fachpersonal, ist das selbstverständlich möglich – vorausgesetzt, dies wird im Vorfeld offen kommuniziert und mit dem Veranstalter abgestimmt.

Private Begleitpersonen hingegen sollten bei Hochzeiten, Firmenevents und exklusiven Privatfeiern zu Hause bleiben.

Denn am Ende sollen sich Brautpaare und Gäste an einen unvergesslichen Abend erinnern – und nicht an den DJ mit Frau und Kind.

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